Ratgeber für Eltern

Es gibt einige Dinge, die du tun kannst, um deinem Kind das Schlafen zu erleichtern und es dazu zu bringen, freiwilliger ins Bett zu gehen:

  1. Halte eine regelmäßige Schlafenszeit ein: Kinder braucht Struktur, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Es klappt nicht immer, aber versuche jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen.  So schafft ihr gemeinsame Rituale. 
  2. Eine feste Reihenfolge vor dem Schlafengehen etablieren: Ein Abendritual kann dazu beitragen, dass dein Liebling sich auf das Schlafen vorbereitet. Beispielsweise kannst du eure Lieblingsgeschichte vorlesen, ein ruhiges Kinderlied singen oder ein warmes Bad nehmen.
  3. Ein gemütliches Schlafumfeld schaffen: Stelle sicher, dass das Kinderzimmer angenehm temperiert und dunkel ist. Ein bequemes Kinderbett mit passender Kindermatratze sollten ebenfalls dazu beitragen, dass dein Kind sich wohl fühlt.
  4. Keine Stimulation vor dem Schlafengehen: Vermeide es, dein Schützling vor dem Schlafengehen mit Bildschirmen (Fernseher, Handy, Tablet), lauter Musik oder anstrengenden Aktivitäten zu konfrontieren. Dies kann das Einschlafen erschweren.
  5. Sei geduldig: Kindern entwickeln sich so schnell. Manchmal ist es für sie schwierig die Ereignisse und Emotionen zu sortieren. Sei geduldig und unterstütze dein Kind - es soll ruhig von dem ganzen Tag erzählen... bis es einschläft. 

  • 1 Jahr 5-6 mal 4 Stunden Schlaf
  • Bis 1,5 Jahre Nachtschlaf und Mittagsschlaf
  • Mit 2 Jahren 12-14 Stunden
  • Bis 4 Jahre 12 Stunden und Mittags eine Ruhestunde
  • Mit 6 Jahren 11 Stunden
  • Jugentliche 9 Stunden

Nicht der Spaßfaktor dier Kinder oder die Nerven der Eltern dürfen bei dieser Frage im Vordergrund stehen, sondern die Bedürfnisse der Kinder. Kinder müssen unter anderem für Kindergarten und Schule morgens ausgeschlafen sein. Doch wie viel Schlaf brauchen sie und wann sollten sie ins Bett?
Dies ist vermutlich ein in allen Familien regelmäßig diskutiertes Thema. Während unser Nachwuchs oft gerne lange aufbleiben würden, wartet am nächsten Morgen der Alltag. Dafür müssen sie fit sein. 
Klare Regeln müssen also her. 

  • Säuglinge kennen den Tag-Nacht-Wechsel noch nicht und schlafen deswegen in 5 bis 6 Schlafphasen a 4 Stunden über Tag und Nacht verteilt.
  • Mit einem Jahr verringert sich die Anzahl der Schlafphasen auf 3 und der NAchtschlaf dauert länger. 
  • Mit etwa 1,5 Jahren brauchen viele Kinder nur noch einen Mittagsschlaf tagsüber. Im Alter von zwei Jahren können viele Kinder bereits auf diese Schlafphase verzichten.

Die meisten Kinder benötigen dennoch mittags eine kleine Ruhezeit, auch wenn sie nicht mehr schlafen. Auch vielen Grundschulkindern tut nachmittags eine Stunde ruhige Entspannung auf dem Sofa oder dem Bett gut.
Auch wenn sie dabei ein Hörspiel hören oder ein Buch anschauen. 

Der Mittagsschlaf sollte nur dann gestrichen werden, wenn Ihr Kinds abends zur Schlafenszeit nicht müde ist und somit in der Nacht nicht genug Ruhe findet.

  • Kinder im Alter von 4 Jahren haben noch einen Schlafbedarf von rund 12 Stunden und 6-Jährige nur noch etwa 11 Stunden. Der Schlafbedarf sinkt, je älter das Kind wird.
  • Ab etwa 12 Jahren verkürzt sich die Schlafdauer und die Einschlafzeit verschiebt sich nach hinten.
  • Jugendliche benötigen etwa 9 Stunden Schlaf pro Nacht. Strikte Zubettgehzeiten sind mit Beginn der Pubertät schwieriger um- bzw. durchzusetzen, dennoch sollten Eltern auf ausreichend Schlaf für Ihr Kind achten

Fehlender Schlaf äußert sich dabei unter anderem in den typischen Anzeichen wie Gähnen und Unkonzentriertheit. Dazu können auch Nervosität, Ängstlichkeit und Gereiztheit kommen.

Um den Schlafbedarf Ihres herauszufinden, lassen Sie es am Wochenende oder in den Ferien mal ausschlafen. Entfernen Sie dazu alle technische Geräte wie Smartphone, Tablet & Co aus dem Zimmer, um die mitleiweile übliche Ablenkung zu unterbinden.
Damit kann Ihr Kind wirklich Ruhe finden. Vergleichen Sie die Schlafdauer Ihres Kindes an freien Tagen mit der Schlafdauer an Schultagen. 
Schläft Ihr Kind am Wochenende oder in den Ferien regelmäßig ein bis zwei Stunden (oder mehr) länger als in der Schulzeit, ist das ein Zeichen dafür, dass es an Schultagen zu wenig Schlaf bekommtund früher ins Bett gehen sollte.
Wenn Ihr Kind am Abend noch nicht müde ist und auch an freien Tagen ein bis zwei Stunden weniger Schlaf benötigt, richten Sie sich auch in diesem Fall nach den Bedürfnissen des Kindes. Wie Erwachsene auch, sind Kinder unterschiedlich und brauchen unterschiedlich viel Schlaf.
Weitere Informationen finden Sie auch auf der Webseite des BZga. Den Link finden Sie am Ende der Seite.

Wenn Ihr Kind müde ist – und trotzdem nicht ins Bett gehen will, kann es viele Ursachen haben. Kinder möchten immer gerne zu den „Großen“ dazugehören – und die bleiben natürlich länger wach. 
Kinder haben auch oft oft Angst etwas zu verpassen, wenn sie früher ins Bett gehen als alle anderen.
Gespräche und Konsequenz sind da hilfreich. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es den Schlaf braucht, um für Kindergarten und Schule fit zu sein. Versichern Sie Ihrem Kind auch, dass es nichts verpassen wird während es im Bett ist.
Am besten setzen Sie angefangene Spiele oder Filme am nächsten Tag fort,damit wirklich nichts verpasst wird und halten Ihre Versprechen.
Gleichzeitig müssen Sie bei der Zubettgehzeit Ihres Kindes stets konsequent bleiben. Wenn Ihr Kind lernt, das Schlafenszeiten verhandelbar sind, wird es auch genau das tun und jeden Abend verhandeln.
Seien Sie konsequent und nehmen sie sich Zeit für Ihr Kind und lesen sie etwas vor, oder erlauben Sie Ihrem Kind, im Bett selbst noch etwas zu lesen, zu malen oder einer anderen ruhigen Beschäftigung nachzugehen.
Mit dieser Vorgehensweise haben Sie zum einen eine schönere gemeinsame Zeit und zum anderen kürzen Sie damit deurhafte Abendverhandlungen ab.

Dafür gibt es keinen "richtigen" Zeitpunkt. Ab wann ein Kind alleine einschlafen kann, ist sehr unterschiedlich. 
Manche Kinder möchten mit einem halben Jahr Ihre Ruhe, andere brauchen im Kleinkindalter viel Begleitung, wieder andere möchten mal Ihre Ruhe und brauchen dann wieder Begleitung.
Zum Teil gewöhnen wir Kindern auch Verhalten an. Mindestens bis zu einem Alter von einem Jahr kann Ihr Kind sie nicht manipulieren. Wenn es sie braucht, dann werden sie gerbaucht und sollten sich die Zeit nehmen.
Wenn Eltern aber langfristig die Nähe Ihrer Kinder wünschen und brauchen, wird sich das Kind aber auch daran gewöhnen und dies dauerhaft fordern.

Die Ferber-Methode ist umstritten. Bei dieser verlässt man nach immer wieder den Raum und kehrt nach immer längeren Abständen in den Raum zurück, bis das Kind einschläft. Ihr Kind lernt damit, das Sie immer wieder in den Raum kommen, jedoch nicht sofort wenn es sich meldet.

Kinder suchen automatische die Nähe eines Elternteils um sich sicher zu fühlen. Dies gilt auch nachts.
Im Kindergartenalter ist die Fantasie bei Kindern besonders ausgeprägt, sodass es nicht nur tagsüber zu Rollenspielen, sondern auch Nachts zu der Vorstellung des Monsters unter dem Bett kommt.

Ein häufiges Einschlafritual vieler Familien besteht darin, dass Eltern Ihr Kind abends auf dem Arm haben und darauf warten, dass der Schlaf langsam über sie kommt. Diese kleine Einschlafhilfe macht bei einem Kleinkind zwar durchaus Sinn, wird jedoch später zum Problem.
Wenn Ihr Kind sich daran gewöhnt und beim wachwerden alleine im ZImmer ist, wird es Angst bekommen und nicht wieder alleine einschlafen.

Nicht zu groß, damit Ihr Kind sich sicher fühlt.

Die richtige Bettlänge kann wie folgt berechnet werden: Größe Ihres Kindes + 10 cm unter den Füssen + 10 cm über dem Kopf + 6 cm Wachstum je Jahr

  • Bis 2,5 Jahre Babybett 120x60
  • bis ca. 8 Jahre 160*80 cm
  • bis ca. 14 Jahre 180*80 cm
  • Anschliessend 200*90 cm

Der häufigste Grund dafür ist, wenn Kinder tagsüber zu viel Aufregung hatten. Aufregung, Stress und emotionale Probleme können so manche schlaflose Nacht bereiten. Wenn Kinder abends Schwierigkeiten haben, zur Ruhe zu kommen, und der Tag besonders aufregend war, müssen die Eindrücke erst verarbeitet werden. Muten Sie Ihrem Kind deshalb nicht zu viel zu.

Es kann sich dabei aber auch um entwicklungsbedingte, vorübergehende Probleme handeln. So können einzelne Entwicklungsschritte für ein Kind so aufregend sein, das Ihr Kind öfter wach wird oder auch weinerlich wird. Auch ein neues Geschwisterkind oder Haustier oder Änderungen ind er Umgebung können diese "innerliche "Aufregung" auslösen.

Es können auch gerade im Kindergatrenalter Phantasiebedingte Ängste dazu kommen, wie Trennungsängste oder Angst vor Hexen, Monstern usw.)

Als Eltern können Sie in solchen Situationen kaum mehr tun, als dem Kind besonders viel Verständnis und Zuwendung zu zeigen, damit es sich sicher und geborgen fühlen kann. Meist legen sich diese Probleme dann relativ schnell wieder. Das gleiche gilt übrigens auch für die meisten „Aufwachstörungen“, wie zum Beispiel den „Nachtschreck“. Auch sie treten in bestimmten Altersstufen gehäuft auf und verschwinden meist von selbst wieder.

Außere Faktoren wie Lärm, Licht, zu hohe Zimmertemperatur, aber auch koffeinhaltige Getränke oder zu schwere oder zuckerhaltige Mahlzeiten am Abend können in jedem Alter den kindlichen Schlaf empfindlich stören. Auch Fernsehen, Computerspiele und Handynutzung – vor allem kurz vor dem Zubettgehen – wirken sich als „äußere Schlafstörer“ negativ auf das Schlafverhalten von Kindern aus.
Mit zunehmendem Alter treten auch rhythmusbedingte Schlafprobleme in den Vordergrund
Bei älteren Schulkindern und im Jugendalter bereiten häufig eher die Schlafenszeiten als der Schlaf selbst Probleme. Viele Kinder leiden unter dem frühen Schulbeginn, der ihrem natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus zuwiderläuft. Besonders von Teenagern weiß man heute, dass sich ihre Schlafphasen aus biologischen Gründen nach hinten verschieben, sie also abends später müde werden und morgens längeren schlaf benötigen. Der frühe Schulbeginn lässt dies jedoch nicht zu, so dass viele Jugendlichen unter Schlafmangel leiden. Dies umso mehr, wenn an den Wochenenden der Schlaf-Wach-Rhythmus dann anders als unter der Woche ist. Da helfen am besten kurze Tagesschläfchen und – auch wenn es schwer fällt – möglichst konsequente Zubettgehzeiten. Kleinere Abweichungen am Wochenende bringen nicht gleich alles aus dem Rhythmus, aber ein deutlich abweichender Schlafrhytmus am Wochenende sollte die Ausnahme sein.

Wenn Ihr Kind – gleich welchen Alters – über längere Zeit Probleme mit dem Schlafen hat, sollten Sie nicht zögern, ärztlichen Rat einzuholen. Denn anhaltende Schlafprobleme neigen dazu, sich zu verselbstständigen und können die Entwicklung und Gesundheit Ihres Kindes beeinträchtigen.
Auch wenn weniger das Kind als vielmehr Sie selbst oder die ganze Familie unter den Schlafproblemen leiden und sie den Familienalltag belasten, sollten Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin wenden. Denn mit fachlicher Unterstützung können Sie vermeiden, dass die Schlafprobleme Ihres Kindes zu einem Teufelskreis neuer Probleme und Belastungen führt. (Stand: 5.12.2019)

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